Mensch, Du Natur!

WÖRTER ZUR ARBEIT

Gedicht und Text aus dem Fotobuch „Mensch, Du Natur!“, von Felix Moser. Link zum Buch: http://www.blurb.de/books/7975945-mensch-du-natur

WORDS TO THE WORK

Poem and text from the photo book by Felix Moser. Link for the book: http://www.blurb.de/books/7975945-mensch-du-natur

bist du
etwas oder jemand

bin ich
schöpfung
wie du

rhythmen
von gezeiten von gestirnen
weben in mir
leben

ich fühle dich
atmen tanzen schwingen
mich vibrieren in dir

in mir klingst du

wir
aus dir schöpfe ich
durch mich webst du


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are you
object or being

am I
creation
like you

rhythms
of stars and tides
in me they weave
life

I sense you
breathe dance flow
me vibrating in you
you sounding in me

through you I create
through me you weave
we

 

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„MENSCH, DU NATUR!“

Die archaische Natur Islands überwältigt uns mit einem Gefühl von Verbundenheit so unmittelbar, dass wir Sie einfach lieben.

Erleben wir uns als „gespalten“ von der Natur, dann sind wir isoliert, ausgeliefert und schutzlos. Erfahren wir uns als Teil Ihrer Kraft, als zu hause in diesem Gewebe, dann schützt uns Ihre Macht, nährt uns und gibt Geborgenheit.

Das Projekt „Mensch du Natur!“ wurde im Frühjahr 2015 in Island geboren und wächst seither stetig. In diesem Fotoband zeige ich eine Auswahl aus verschiedenen Serien,
die von Verbundenheit oder Abgrenzung von Mensch und Natur erzählen.

 

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„HUMAN, YOU ARE NATURE!“
The archaic nature of Iceland touches us with such an immediate sensation of connectedness, we simply love it.

If we experience ourselves „separated“ from nature, then we are isolated, defenseless and powerless. Do we feel ourselves being part of it‘s force, being at home in her weaving, then nature‘s power means protection, nurtures us and provides shelter.

The project came about in spring 2015 in Iceland and has been growing since. In this photo book I show a selection from different series who tell about the relation,
or the separation of the human being and nature.

 

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Ich sehe Menschen und Natur ineinander verwoben und gleichwertig, ohne der Spannung des „entweder / oder“, diese Ausschließlichkeit mit der wir uns in unserer Wahrnehmung vom Rest der Welt oft selbstverliebt abspalten
– und ich zeige dieses Spannungsfeld als das was es ist, damit
wir uns nicht wundern falls wir uns allein fühlen.

 

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I see humans and nature being interwoven and equal, without the tension of „either / or“, this exclusiveness we use to narcissistically segregate ourselves from the rest of the world in our perception. I show this field and it‘s conflicts as it is, so we don‘t need to wonder, why we are lonely at times.

 

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Da sind Momente wo Menschen mit der elementaren Landschaft verwachsen – detailliert, harmonisch oder fast unsichtbar fließt ihre Struktur über in die klare Weite Islands. Aber auch Momente des Unbehagens und der Spannung ob unserer Zerbrechlichkeit, Verwundbarkeit, ob unseres hineingeworfen seins in die gewaltigen Zyklen und Kräfte der Natur.

 

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There are moments when humans connect naturally with the raw landscape
– explicitly, harmonically and almost invisibly their structure flows into the clear vast of Iceland. But also, there are moments of discomfort and unease
– our fragility and vulnerability shows when we become aware of being subject
to the enormous forces and cycles of nature.

 

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Und Augenblicke grotesker Nacktheit vor der Anhäufung abgelegten Zeugs.
Lachhaft, aber in seiner Menge bedrohlich, längst selbst zu Landschaft geworden
– und doch nur ein Atemzug in der Erdgeschichte, bis alles Material wieder in den Kreislauf integriert ist.

 

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And there are instants of grotesque bareness in front of piles of discarded goods.
Hilarious, but threatening in it‘s sheer amount, already converted to a landscape on it‘s own – but only a breath in geological time for the matter to be integrated in the natural cycle again.

 

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Ein Weltbild in dem sich der Mensch gesondert und erhaben über alles Lebendige stellt
und die Natur zu kontrollieren sucht, entlarvt sich selbst als ignorant, dumm und zerstörerisch. Die Erde als ein Ding, eine Sache zu betrachten, legitimiert sie verantwortungslos zu benutzen. Die Auswirkung dessen – Ausbeutung, Überproduktion, Umweltverschmutzung – macht uns im Gegenzug selbst zu Dingen, zu Sachen.

 

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A worldview putting humans separate and above all living things, attempting to take control of nature, unmasks it self as ignorant, stupid and destructive.
Seeing earth as a thing, an object, gives permission to make irresponsible use of her.
The consequences – slavery, overproduction, pollution
– in turn reduce ourselves to things, to objects.

 

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Was geschieht, wenn wir uns selbst und die Natur als ineinander wirkende Teile eines
zusammenhängenden Gewebes erleben und alle Kausalität respektieren?
Wie würden wir dann unsere Beziehungen, auch die mit der Natur, mit dem Leben, dem Tod und mit anderen Kulturen gestalten – denn in den Beziehungen zeigt sich ja unsere Weltsicht.

Siehst Du die Erde als Gegenstand oder Lebewesen?

 

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What will happen if we experience ourselves and nature as connected
and responding parts of a cohesive weaving, and respect all causality?
How would we form our relations, among them to nature, to life, to death
and to other cultures – for, as we know, our world view is shown in our relations?

Do you see earth as an object or as a living being?

 

 

Thanks to all the top models!

Aron Snær Fannarsson, Tabea Herzog, Sara Rut Fannarsdóttir, Romana Grossauer, Julia Baier, Svenja Wehmöller, Weston Lyon, Jökull Gunnarsson, Helena Hoff, Rosalie Ravensteijn, Gabriel Goldberg, Tomas Freyr Thorgeirsson, Claire Guernine

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2 Gedanken zu “Mensch, Du Natur!

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